September 10, 2026
Katka

Der Herbst kann mit einem Baby oder Kleinkind überraschend schön sein. Die Sommerhitze ist vorbei, in den Parks wird es ruhiger und selbst der Weg zum Lieblingscafé kann sich wie ein kleiner Ausflug anfühlen. Bunte Blätter, Kürbisse, Pfützen und die ersten kühlen Morgenstunden bieten außerdem jede Menge neue Eindrücke.
Wenn es früh dunkel wird und das Wetter ständig wechselt, bleibt man allerdings leicht den größten Teil des Tages zu Hause. Schnell entsteht das Gefühl, dass jeder Tag gleich aussieht. Herbstaktivitäten müssen deshalb nicht nur das Kind beschäftigen. Sie können auch ein Grund sein, vor die Tür zu gehen, die Umgebung zu wechseln, andere Menschen zu treffen und sich selbst etwas Gutes zu tun.
Dabei brauchen Sie nicht ein Programm für Ihr Baby und ein völlig anderes für ein Kind zwischen einem und drei Jahren. Derselbe Ausflug kann beiden gefallen, nur auf unterschiedliche Weise. Ein Baby beobachtet aus dem Kinderwagen die Blätter im Wind, während ein älteres Kind sie sammelt, in die Luft wirft oder nach Farben sortiert.
Wenn Ihr Kind nach einem Vormittag draußen schläft, können Sie es mit Bibino im Blick behalten, während Sie das Mittagessen vorbereiten, sich mit einem Tee aufwärmen oder in einem anderen Zimmer kurz ausruhen.
Babys entdecken den Herbst vor allem über Farben, Geräusche und unterschiedliche Oberflächen. Kinder zwischen einem und drei Jahren wollen bereits aktiver sein. Sie tragen Dinge von einem Ort zum anderen, springen, vergleichen Farben und machen aus fast jedem Gegenstand ein eigenes Spiel.
Denken Sie bei der Planung aber auch an sich selbst. Ein Spaziergang kann zu Ihrem Lieblingscafé führen, ein Ausflug auf den Obsthof lässt sich mit einem Mittagessen verbinden und auch ein regnerischer Vormittag muss nicht immer zu Hause stattfinden. Wenn das Programm etwas enthält, auf das sich auch die Erwachsenen freuen, fällt es viel leichter, tatsächlich loszugehen.
„Eltern müssen nicht die ganze Zeit für Unterhaltung sorgen.“
Eine gute Herbstaktivität hat eine einfache Grundlage, die jedes Kind auf seine Weise entdecken kann. Ein Baby schaut zu und fühlt, ein einjähriges Kind hebt Dinge auf und legt sie wieder ab, und mit zwei oder drei Jahren kann es sortieren, zählen oder basteln. Die Eltern müssen dabei nicht die ganze Zeit für Unterhaltung sorgen.
Die folgenden Ideen lassen sich leicht an das Alter Ihres Kindes, das Wetter und Ihre eigene Energie anpassen. Einige locken Sie nach draußen, andere passen zu Regentagen. Keine davon erfordert lange Vorbereitungen oder einen perfekt durchgeplanten Tag.

Kühlere Luft und bunte Natur machen den Herbst ideal für kurze Spaziergänge und Ausflüge. Ziehen Sie sich passend zum Wetter an, planen Sie etwas mehr Zeit ein und wählen Sie ein Ziel, das Ihrem Kind und Ihnen etwas bietet.
Statt einer weiteren Runde um den Block können Sie ein Ziel wählen, das Ihnen Freude macht: ein Lieblingscafé, eine Bäckerei, die Bibliothek, eine Ausstellung oder eine Bank mit schöner Aussicht. So ist der Weg nach draußen nicht nur eine Möglichkeit, das Kind zum Schlafen zu bringen, sondern auch für Sie ein angenehmer Teil des Tages.
Unterwegs kann ein Baby die Äste beobachten und das Rascheln der Blätter unter den Kinderwagenrädern hören. Ein älteres Kind bekommt eine kleine Tasche oder einen Eimer für ein paar Blätter. Suchen Sie gemeinsam das größte, bunteste oder am lautesten raschelnde Blatt. So hat Ihr Kind eine eigene Beschäftigung und Sie kommen gleichzeitig an einen Ort, den Sie gern besuchen möchten.
Trockenes Laub bietet Geräusche, Bewegung und spannende Oberflächen zugleich. Setzen Sie Ihr Baby neben einen kleinen Haufen und rascheln Sie mit den Händen darin. Sie können ihm auch ein großes Blatt zum Anfassen geben. Achten Sie dabei auf kleine Stücke, die im Mund landen könnten.
Ältere Kinder können durch das Laub stapfen, es mit den Füßen aufwirbeln, in die Luft werfen, in einem Eimer sammeln oder beim Zusammenharken helfen. Der größte Spaß liegt meist in der Wiederholung. Besondere Regeln braucht dieses Spiel nicht.
Ein herbstlicher Ausflug muss nicht den ganzen Tag dauern. Für ein Baby sind schon die neue Umgebung, die Farben, Tiere und ungewohnten Geräusche interessant. Ein kurzer Rundgang mit anschließender Still- oder Flaschenpause kann bereits das ganze Programm sein.
Ein älteres Kind kann einen Kürbis aussuchen, nach Äpfeln an den Bäumen suchen oder etwas Leichtes tragen helfen. Konzentrieren Sie sich auf ein Haupterlebnis und machen Sie sich auf den Heimweg, bevor Müdigkeit den schönen Ausflug anstrengend werden lässt.
Schon leichter Regen lässt einen vertrauten Ort völlig anders wirken. Ein Baby kann von einer überdachten Terrasse oder unter dem Kinderwagenverdeck den Tropfen zuhören und beobachten, wie Wasser über den transparenten Regenschutz läuft. Achten Sie darauf, dass rund um den Kinderwagen weiterhin ausreichend Luft zirkuliert.
Ziehen Sie einem älteren Kind Regenkleidung an und machen Sie einen kurzen Pfützenspaziergang. Es kann ausprobieren, welche Pfütze am besten spritzt, ein Blatt auf flachem Wasser schwimmen lassen oder beobachten, wohin das Regenwasser fließt. Mit trockener Kleidung im Gepäck bleibt auch der Heimweg angenehm.
Bei kühlerem Wetter kann ein kurzes Picknick angenehmer sein als in der Sommerhitze. Eine Decke, ein trockener windgeschützter Platz und eine einfache Kleinigkeit zu essen reichen aus. Das Baby kann neben Ihnen liegen, in die Baumkronen schauen oder in einer anderen Umgebung als sonst gestillt oder gefüttert werden.
Für ein älteres Kind wird selbst eine gewöhnliche Zwischenmahlzeit draußen zu einem kleinen Abenteuer. Lassen Sie es die Serviette auspacken, den eigenen Becher halten oder den Sitzplatz auswählen. Das Picknick muss nicht erst nach einem langen Spaziergang stattfinden. Es kann selbst das Ziel des Ausflugs sein.

Naturmaterialien von draußen können Sie zu Hause zum Spielen oder Basteln verwenden. Wenn es den ganzen Tag regnet, hilft auch ein Ortswechsel: Eine Bibliothek, ein Café mit Spielecke oder ein kurzer Besuch sind oft angenehmer als ein weiterer langer Nachmittag im Wohnzimmer.
Wählen Sie einige größere Gegenstände mit verschiedenen Oberflächen aus, zum Beispiel einen kleinen ganzen Kürbis, ein großes trockenes Blatt, einen glatten Holzlöffel oder ein Stück Stoff in einer herbstlichen Farbe. Ein Baby kann die Dinge unter Aufsicht betrachten und ertasten, während Sie sie nacheinander zeigen oder festhalten.
Ein älteres Kind kann die Gegenstände vergleichen, zwischen Behältern hin und her legen oder nach Farben und Oberflächen sortieren. Naturmaterialien können brechen und in kleine Teile zerfallen. Prüfen Sie deshalb vorher alles sorgfältig. Verzichten Sie auf Eicheln, Kastanien und andere Kleinteile, die verschluckt werden könnten, und bleiben Sie während des Spiels in unmittelbarer Nähe.
Eine Schüssel mit Wasser, ein Tuch und einige ganze Äpfel oder kleine Kürbisse können ein älteres Kind eine ganze Weile beschäftigen. Lassen Sie es waschen, abtrocknen, drehen und alles in einer Reihe aufstellen. Diese einfache praktische Tätigkeit wiederholen Kinder oft erstaunlich lange.
Einem Baby, das bereits mit Unterstützung sitzen kann, können Sie einen ganzen Apfel oder kleinen Kürbis in Reichweite legen. Unter Aufsicht kann es Form und glatte Oberfläche erkunden. Wasser brauchen Sie nicht hinzuzufügen, wenn es den Aufbau unnötig kompliziert macht.
Befestigen Sie transparente selbstklebende Folie mit der klebrigen Seite zum Zimmer hin an einem Fenster oder einer Glastür. Ältere Kinder können große trockene Blätter oder Stücke farbiges Seidenpapier darauflegen, verschieben und daraus ein eigenes Herbstbild gestalten.
Ein Baby kann das fertige Bild von der Spieldecke aus betrachten, besonders schön wirkt es bei einfallendem Tageslicht. Räumen Sie lose Blätter und Bastelmaterialien nach der Aktivität außer Reichweite des Babys.
Ein älteres Kind muss keinen erkennbaren Baum oder Kürbis malen, um Freude daran zu haben. Bieten Sie zwei oder drei Herbstfarben und ein großes Blatt Papier an. Darauf kann es Hand- oder Schwammabdrücke machen oder mit einem breiten Pinsel malen. Eine kleinere Auswahl an Materialien bedeutet weniger Vorbereitung und gibt dem Kind mehr Raum zum Ausprobieren.
Für ein Baby können Sie etwas auswaschbare Farbe in einen fest verschlossenen Beutel geben und diesen sicher am Boden befestigen. Das Kind kann die Farben durch den Beutel verstreichen und vermischen, ohne sie direkt zu berühren. Prüfen Sie vor und während des Spiels, ob der Beutel fest verschlossen ist und nicht ausläuft.
Nicht jeder graue Herbstvormittag muss im Wohnzimmer stattfinden. Besuchen Sie eine Bibliothek oder ein Café mit Spielecke, ein kleines Museum, ein Gewächshaus im botanischen Garten oder einen Indoorspielplatz, an dem auch Erwachsene gern Zeit verbringen. Es muss kein großer Ausflug sein. Oft genügt eine Stunde in einer anderen Umgebung, damit sich der Tag nicht so lang anfühlt.
Für ein Baby sind neue Lichtverhältnisse, Geräusche und Menschen meist schon interessant genug. Ein älteres Kind kann sich Bücher ansehen, eine kleine Ausstellung erkunden oder in einer sicheren Ecke spielen. Sie können in dieser Zeit einen Kaffee trinken, jemanden treffen oder einfach eine Weile unter Menschen sein.
Das Herbstwetter kann schnell umschlagen, und manchmal fällt ein Plan für draußen einfach aus. Sie müssen trotzdem nicht für jede Stunde eine neue Aktivität vorbereiten. Meist funktioniert es besser, Bewegung, konzentriertes Spielen und ruhige Momente abzuwechseln.
„Kleine Kinder bleiben bei einer einfachen Aktivität oft länger dabei.“
Der Nachmittag kann mit ein wenig Tanzen oder einem Hindernisparcours aus Kissen beginnen, mit Kürbiswaschen oder Basteln mit Blättern weitergehen und mit einem Snack und einem Buch enden. Wenn Ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, verlegen Sie die Lesestunde in die Bibliothek oder treffen Sie jemanden, dessen Kind in einem ähnlichen Alter ist. Einem Baby reichen vielleicht Zeit auf der Spieldecke, ein Lied mit einfachen Bewegungen und jeweils ein Gegenstand zum Erkunden.
Es geht nicht darum, jede Minute zu füllen. Kleine Kinder bleiben oft länger bei einer Aktivität, wenn sie einfach ist und die Erwachsenen nicht sofort zum nächsten Programmpunkt drängen.
Kürzere Tage und wechselhaftes Wetter machen den Tagesablauf im Herbst weniger planbar. Es hilft, jeden Tag wenigstens einen kleinen Grund zu haben, das Haus zu verlassen, und trotzdem genügend Zeit zum Ausruhen einzuplanen. Statt eines festen Zeitplans kann ein lockerer Rhythmus funktionieren:
Sie müssen nicht jeden Tag etwas Besonderes schaffen. Entscheidend ist, dass der Herbst nicht nur aus endlosem Warten auf besseres Wetter besteht. Schon ein kurzer Weg nach draußen, ein Treffen mit Freunden oder etwas Zeit im Lieblingscafé können Ihrem Kind und Ihrer eigenen Stimmung guttun.
Wenn Ihr Kind nach dem Ausflug einschläft, können Sie es mit Bibino aus einem anderen Zimmer sehen und hören, während Sie sich etwas Zeit für sich nehmen oder sich um das kümmern, was gerade ansteht.
Im Herbst lohnt es sich vor allem, auf Nässe und schnelle Wetterwechsel vorbereitet zu sein. Hilfreich sind:
Prüfen Sie unterwegs, wie sich Ihr Kind tatsächlich fühlt, und verlassen Sie sich nicht nur auf die Wettervorhersage. Ein Baby, das im Kinderwagen ruht, braucht etwas anderes als ein Kleinkind, das durch das Laub läuft.
Blätter, Eicheln, Kastanien, Beeren, Pilze und kleine Zweige ziehen neugierige Kinderhände an, eignen sich aber nicht zum Probieren oder für unbeaufsichtigtes Spielen. Wählen Sie große, saubere Gegenstände aus, prüfen Sie sie auf scharfe Kanten und lose Teile und bleiben Sie in Reichweite. Waschen Sie nach dem Spielen mit Naturmaterialien die Hände des Kindes, besonders vor dem Essen.
Nasses Laub und schlammige Wege können außerdem rutschig sein. Lassen Sie ein älteres Kind die Umgebung erkunden, wählen Sie aber einen sicheren Ort fern von Verkehr, tiefem Wasser und steilen Hängen. Eine kleinere Fläche, auf der Sie Ihr Kind nicht ständig bremsen müssen, ist in diesem Alter oft angenehmer als ein langer Weg voller Einschränkungen.
Gut geeignet sind einfache Sinneserfahrungen: ein ruhiger Spaziergang unter bunten Bäumen, dem Regen lauschen, unter Aufsicht ein großes Blatt fühlen, ein Besuch auf einem Kürbishof oder das gemeinsame Anschauen eines herbstlichen Bilderbuchs.
Ältere Kinder mögen meist das Sammeln von Blättern, das Springen in Laubhaufen, Pfützenspaziergänge, das Waschen von Kürbissen, Fensterbilder, Malen mit Herbstfarben und kurze Ausflüge auf einen Obst- oder Bauernhof.
Oft ja. Ein Baby schaut, hört und fühlt, während ein älteres Kind sammelt, sortiert, trägt, malt oder eigene Spiele erfindet. Die Umgebung bleibt gleich, nur die Rolle des Kindes verändert sich mit dem Alter.
Machen Sie einen kurzen Spaziergang in Regenkleidung oder bleiben Sie für eine einfache Sinnesaktivität, Bewegungsspiele, Lieder, gemeinsames Lesen oder das Waschen von Kürbissen zu Hause. Ein oder zwei unkomplizierte Aktivitäten reichen meistens völlig aus.
Naturmaterialien dürfen nur unter ständiger Aufsicht verwendet werden. Bieten Sie Babys und Kindern, die noch Dinge in den Mund nehmen, keine Eicheln oder Kastanien an. Verwenden Sie große, saubere Blätter, prüfen Sie sie auf scharfe oder abgebrochene Teile und räumen Sie nach dem Spielen alles weg.
Eine ideale Dauer gibt es nicht. Ein kürzerer Ausflug, der endet, solange das Kind noch zufrieden ist, funktioniert meist besser, als zu warten, bis alle frieren, nass, hungrig oder müde sind.
Behalten Sie die Umgebung bei und verändern Sie die Aufgabe. Ein Baby kann fallende Blätter beobachten, ein einjähriges Kind große Blätter in einen Eimer legen und ein älteres Kind sie nach Farben sortieren oder unter Aufsicht damit basteln.
Der Herbst mit einem Baby oder Kleinkind muss nicht bedeuten, dass Sie wochenlang zu Hause auf die Sonne warten. Die Jahreszeit bietet von selbst vieles, was Kinder spannend finden: Blätter im Wind, Regen, Matsch, neue Farben, kühlere Luft und vertraute Orte, die sich langsam verändern. Für Eltern kann sie zugleich eine Gelegenheit sein, das Tempo zu reduzieren, die Umgebung zu wechseln und jeden Tag etwas zu finden, auf das sie sich freuen können.
Wählen Sie eine einfache Idee aus, passen Sie sie an das Alter Ihres Kindes an und lassen Sie es auf seine eigene Weise entdecken. Oft reicht genau das, um aus einem gewöhnlichen Herbsttag eine schöne Familienerinnerung zu machen.
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